Stille und Konfrontation
Sonntag, Februar 25th, 2007Sie lässt nicht locker, ist hartnäckig und manchmal brutal. Ohne Ablenkung, ohne Minderung konfrontiert mich die Stille mit mir selbst. Wie manche Schlingpflanzen nutzt sie jeden Riss in der Fassade aus, um ihre Wurzeln tiefer hinein zu treiben. Alles was bröckelt, schwach ist, was kein Fundament hat, legt sie frei. Und manchmal bringt sie es zum Einsturz. Schmerzhaft wie ein Abbruchunternehmen. Und notwendig. Was soll das baufällige Gemäuer. Es schützt mich nicht, sondern bringt mich in Gefahr. Meine Vorstellungen von Gott, meine Einbildungen über meinen Glauben, alles was morsch ist, muss weg, denn es hilft nicht zum Frieden, sondern bringt mich immer mehr in große Gefahr. Ich muss es zulassen, muss mich dem bewusst aussetzten, muss es aushalten im Vertrauen auf Ihn, der mir die Kraft gibt, mich davon zu befreien. In der Stille fängt es an. Und das ist gut.
mal